1930er Jahre

ATSV Pirkensee/Ponholz

ATSV Chronik - Die 1930er Jahre

"Mia san PiPo"

Die 1930er Jahre - Rezession

Die 1930er Jahre - Schwierige Zeiten

 

Die 30er Jahre begannen mit einer beispiellosen Wirtschaftskrise, mit der "Great Depression". Sie war Auslöser einer Massenarbeitslosigkeit bislang ungeahnten Ausmaßes. Die Arbeitslosenquote in Deutschland hatte in den Jahren zuvor immer bei durchschnittlich unter fünf Prozent gelegen. Jetzt stieg sie explosionsartig an auf 16 Prozent der Gesamtbevölkerung.

 

Nichtsdestotrotz starteten die Fußballer mit dem regulären Spielbetrieb. Mit dem zeitgleichen Aufbau einer Theatergruppe fand man großen Anklang bei der Bevölkerung und die Einnahmen wurden ausschließlich zur Finanzierung des Spielbetriebes, wie z.B. der Anschaffung von Trikots und Fußballschuhen verwendet.

 

Die Geschicke des Vereins wurden bis 1933 von Josef Schleinkofer, Georg Bauer, Ludwig Steger und Alois Helmberger geleitet.

 

Ein neuer Abschnitt für den Verein ergab sich im Jahr 1933, dem Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Jetzt wurde der "Richtungssport" durch eine strenge Einheitsorganisation ersetzt und alle freien Sportvereine verboten. Um einer Auflösung des Vereins zu entgehen musste der ATSV, damals unter der Leitung von Xaver Böhm, zum "Reichsbund für Leibesübungen übertreten. Damit einher ging auch eine Umbenennung des Vereins in den TV Ponholz.

 

Das Vereinsleben zeigte sich davon unbeeindruckt. Die Turnier machten weiter Ihre Leibesübungen und die Fußballer Ihre Spiele gegen umliegende Vereine.

 

Neben einer Reihe von Freundschaft- und Pokalspielen gelang 1937 der großw Wurf. Die Mannschaft des TV Ponholz wurde unter dem damaligen Vorsitzenden Alois Helmberger, Trainer Gust Schwarz und dem Spielleiter Josef Seitz Meister der A-Klasse und stieg somit in die Kreisklasse 1 auf.

Im darauffolgenden behauptete sich die Mannschaft mit einem guten Mittelfeldplatz. Im Jahr darauf, nachdem 2 Leistungsträger abwanderten musste der Gang zurück in die A-Klasse angetreten werden.

Durch den Kriegsbeginn im September 1939 kam auch der Fußballsport größtenteils zum Erliegen, nachdem fast alle aktiven Fußballer zur Wehrmacht gerufen wurden. Lediglich die Jugendmannschaft hielt den Spielbetrieb bis Kriegsende 1945 aufrecht.